Hintergrund des Neurovaskulären Netzwerks Nordelbe
Die neuen Entwicklungen von Mikrokathetern und neue Operationsverfahren am Gehirn ermöglichen Behandlungen, die hochspezialisiert sind und noch vor wenigen Jahren nicht vorstellbar waren. Diese innovativen Behandlungskonzepte erfordern spezialisierte Teams, die jedem Patienten schnellstmöglich zur Verfügung stehen sollen. Dies ist nur im Rahmen eines Netzwerks möglich, in dem die Patienten einerseits auf raschestem Weg in die nächste Stroke Unit gebracht werden, im Falle einer notwendigen Spezialbehandlung aber eine Weiterverlegung erfolgt.
Daher wurden seitens der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft Neurovaskuläre Netzwerke initiiert, die mehrere Kliniken verbinden. Das Neurovaskuläre Netzwerk Nordelbe ist ein Zusammenschluss von Kliniken, die bereits seit vielen Jahren eng miteinander kooperieren. Folgende Kliniken zählen zu dem Netzwerk:
- Neurozentrum der Asklepios Klinik Altona
Neurologische Abteilung der Asklepios Klinik Altona
Neuroradiologische Abteilung der Asklepios Klinik Altona
Neurochirurgische Abteilung der Asklepios Klinik Altona
- Klinik für Neurologie der Asklepios Klinik Nord
Klinik für Neurochirurgie der Asklepios Klinik Nord
Neuroradiologische Abteilung der Asklepios Klinik Nord
- Neurologische Abteilung der Asklepios Klinik Barmbek
Radiologie und Neuroradiologie der Asklepios Klinik Barmbek
- Neurologische Abteilung der Asklepios Klinik St. Georg
Neurochirurgische Abteilung der Asklepios Klinik St. Georg
Neuroradiologische Abteilung der Asklepios Klinik St. Georg
- Neurologische Abteilung der Asklepios Klinik Wandsbek
Neuroradiologische Abteilung der Asklepios Klinik Wandsbek
- Neurologische Abteilung der Asklepios Klinik Harburg
Neurochirurgische Abteilung der Asklepios Klinik Harburg
Radiologische Abteilung der Asklepios Klinik Harburg
- Neurologische Abteilung des Krankenhauses Buchholz
Radiologische Abteilung des Krankenhauses Buchholz
- Neurologische Abteilung des Klinikums Lüneburg
Radiologie / Neuroradiologie des Klinikums Lüneburg
- Neurologische Abteilung des Helios Klinikums Uelzen
Neurochirurgische Abteilung des Helios Klinikums Uelzen
Neuroradiologische Abteilung des Helios Klinikums Uelzen
Die beteiligten Kliniken des Neurovaskulären Netzwerk Nordelbe bieten gemeinsam das gesamte Therapiespektrum für Gefäßerkrankungen des Gehirns und Rückenmarks auf dem neuesten Stand an. Durch Teilnahme an internationalen Studien werden die modernsten Behandlungsverfahren eingesetzt. Dies gilt insbesondere für die mechanische Thrombektomie (Wiedereröffnung eines verschlossenen Hirngefäßes durch einen Katheter). Zu dieser Behandlung wurden jüngst beeindruckende Ergebnisse veröffentlicht: Zu Pressemeldungen der Deutschen Schlaganfallgesellschaft.
Das Neurovaskuläre Netzwerk Nordelbe nahm im Jahr 2011 an der Bewerbungsphase der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft teil und wurde in einem Peer-Review-Verfahren als eines von nur 16 Netzwerken in Deutschland zur Teilnahme an der Pilotphase ausgewählt. Ziel dieser Pilotphase ist die Entwicklung von Zertifizierungskriterien dieser Netzwerke anhand der Entwicklungsarbeit innerhalb der Netzwerke selbst. Innerhalb des Netzwerks sollen jedoch nicht nur Patienten mit einem Schlaganfall, sondern alle Patienten mit anderen, komplizierten Gefäßerkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks wie Aneurysmablutungen, Gefäßmissbildungen u.a. beraten und falls notwendig akut behandelt werden.
